
Matcha ist mehr als nur ein Trendgetränk. Er kombiniert Tradition, Gesundheit und Genuss in einer einzigen Tasse und begeistert mit seiner intensiven Farbe und einzigartigen Wirkung. Was steckt hinter diesem Superfood?
Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
Matcha ist ein feines Pulver aus gemahlenen Grünteeblättern, das im Gegensatz zu normalem Tee vollständig konsumiert wird und dadurch mehr Nährstoffe enthält.
Wie wird Matcha zubereitet? 1–2 g Matcha-Pulver mit 60–80 ml heißem Wasser (80 °C) aufschlagen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Für einen Matcha Latte zusätzlich 200 ml aufgeschäumte Milch hinzufügen.
Welche Vorteile hat Matcha gegenüber Kaffee? Matcha setzt Koffein langsamer frei, sorgt für langanhaltende Energie ohne Crash, ist magenfreundlicher und enthält wertvolle Antioxidantien wie EGCG.
Was ist Matcha?
Matcha bedeutet "gemahlener Tee" und ist ein feines Pulver, das aus den jungen Blättern der Camellia sinensis gewonnen wird. Im Gegensatz zu herkömmlichem grünem Tee wird beim Matcha das gesamte Blatt konsumiert, wodurch eine höhere Nährstoffdichte erreicht wird. Durch die traditionelle Herstellung in Japan, bei der Teepflanzen beschattet werden, erhöht sich der Chlorophyll- und Aminosäuregehalt.
Vorteile von Matcha
Du fragst dich, welche Vorteile Matcha bietet? Hier die wichtigsten drei Vorteile von Matcha:
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Länger anhaltende Energie ohne Crash: Matcha sorgt für eine gleichmäßige, langanhaltende Wachheit. Dank der enthaltenen Aminosäure L-Theanin wird die Energie langsam freigesetzt, wodurch die Konzentration über Stunden hinweg stabil bleibt – ohne Nervosität oder Unruhe. |
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Sanfter zur Verdauung : Viele Menschen reagieren empfindlich auf koffeinhaltige Getränke, die den Magen reizen und die Säureproduktion anregen können. Matcha ist eine magenfreundliche Alternative, da er weniger Säure enthält und sogar entzündungshemmende Eigenschaften besitzt, die die Verdauung positiv beeinflussen können. |
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Nährstoffreich: Matcha ist ein echtes Nährstoffpaket. Er enthält Antioxidantien, insbesondere EGCG (Epigallocatechingallat), das freie Radikale bekämpft und Zellschutz bietet. Zudem liefert er B-Vitamine, Eisen, Kalzium und Magnesium, die zur allgemeinen Vitalität beitragen. |
Matcha und seine Wirkung: Was die Wissenschaft dazu sagt
Matcha wird oft als Superfood gefeiert und soll die Gewichtsabnahme fördern, den Cholesterinspiegel senken sowie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Alzheimer reduzieren. Doch wie fundiert sind diese Behauptungen wirklich?
Durch seine besondere Herstellung enthält Matcha eine hohe Konzentration an essenziellen Nährstoffen. Er liefert B-Vitamine (einschließlich Folat), Eisen, Kalium, Kalzium und Magnesium. Besonders wertvoll sind die sekundären Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien wirken und dazu beitragen können, Zellen vor freien Radikalen zu schützen.
Ein besonders wirksamer Bestandteil ist Epigallocatechingallat (EGCG), ein Catechin mit hoher antioxidativer Kapazität. Untersuchungen zeigen, dass Matcha deutlich mehr EGCG enthält als herkömmliche Grünteesorten. Diese Antioxidantien spielen eine Schlüsselrolle beim Zellschutz und können oxidative Schäden minimieren.
Obwohl Matcha zahlreiche gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthält, gibt es bisher keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege, dass ein regelmäßiger Konsum Krebs oder Alzheimer vorbeugt oder signifikant zur Gewichtsabnahme beitragen kann.
Dennoch legen Studien nahe, dass grüner und schwarzer Tee positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben können. Auch Matcha könnte sich positiv auf die Herzgesundheit auswirken, allerdings sind weitere Forschungen nötig, um dies wissenschaftlich bestätigen zu können.

Nachteile und Nebenwirkungen von Matcha
Obwohl Matcha viele Vorteile hat, gibt es auch potenzielle Nachteile:
Enthält Koffein: Matcha-Tee enthält Koffein, allerdings in geringeren Mengen als eine Tasse Kaffee. Dennoch kann eine höhere Konzentration – also übermäßiger Konsum von Matcha Tee – zu Schlafstörungen, Nervosität, Herzklopfen oder erhöhtem Blutdruck führen. Menschen, die empfindlich auf Koffein reagieren, sollten daher ihren Konsum einschränken.
Belastung mit Schadstoffen: Die Teepflanze kann Aluminium und Blei aus dem Boden aufnehmen, was zu einer Belastung des Matchas führen kann. Daher wird empfohlen, nicht mehr als drei Tassen täglich mit je einem Gramm Matcha-Pulver zu trinken. Zudem können Pestizidrückstände im Tee verbleiben, da das gesamte Blatt verzehrt wird. Wer sichergehen möchte, sollte auf zertifizierten Matcha setzen.
Oxalsäure und Mineralstoffaufnahme: Matcha enthält Oxalsäure, die die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen hemmen kann. Um die Nährstoffaufnahme nicht zu beeinträchtigen, ist es empfehlenswert, mindestens eine Stunde zwischen dem Matcha-Konsum und den Mahlzeiten zu warten.
Matcha-Qualitätsstufen: Worauf du beim Kauf achten solltest
Beim Kauf von Matcha ist die Qualität entscheidend. Hochwertiger Matcha stammt aus Japan, besonders aus Regionen wie Uji oder Nishio. Eine intensive, leuchtend grüne Farbe weist auf frische, schonend verarbeitete Teeblätter hin, während blasse oder gelbliche Töne oft minderwertige Qualität signalisieren. Auch ein feines, pudriges Mahlgut und ein süßlich-milder Duft sind Qualitätsmerkmale.
Matcha gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen:
Ceremonial Grade: Die höchste Qualität mit feinstem Mahlgrad und mildem, umami-reichem Geschmack – ideal für den puren Genuss.
Premium Grade: Hochwertiger Matcha mit ausgewogenem Geschmack, sowohl pur als auch für Matcha Latte geeignet.
Culinary Grade: Etwas kräftiger und leicht bitter, perfekt für Matcha-Lattes, Smoothies oder zum Backen.
Achte auf Bio-Zertifikate, um pestizidfreie Produkte zu wählen, und auf luftdichte Verpackungen, die das feine Pulver vor Oxidation schützen.
Matcha richtig zubereiten: Tipps für die perfekte Zubereitung
Matcha ist mehr als nur gemahlener Grüntee – seine Zubereitung ist eine jahrhundertealte Zeremonie, die bewusstes Genießen in den Mittelpunkt stellt. Doch warum wird er mit einem speziellen Bambusbesen aufgeschlagen? Und warum darf das Wasser nicht kochen?
Die richtige Zubereitung beginnt mit der Wahl der richtigen Menge. Für eine Person reicht in der Regel 1/2 TL (ca. 1-2 g) Matcha-Pulver, das in eine Schale gegeben und mit etwa 60 ml heißem Wasser vermengt wird. Doch hier liegt bereits die erste Feinheit: Das Wasser sollte nicht kochend sein, sondern eine Temperatur von etwa 80°C haben. Warum? Zu heißes Wasser kann den Tee bitter machen. Ein weiteres Detail, das oft unterschätzt wird, ist das Sieben des Pulvers vor der Zubereitung. Hochwertiger Matcha ist sehr fein gemahlen und neigt dazu, kleine Klümpchen zu bilden. Diese lösen sich beim bloßen Einrühren oft nicht vollständig auf. Wer auf den seidigen, cremigen Genuss nicht verzichten möchte, sollte das Pulver daher vorher durch ein kleines Sieb streichen.
Besonders charakteristisch für die traditionelle Zubereitung ist der Bambusbesen, der Chasen genannt wird. Er hat feine Borsten und ist speziell dafür entwickelt, den Matcha gleichmäßig zu verteilen und eine samtige, schaumige Konsistenz zu erzeugen. Das kräftige Aufschlagen in schnellen „W“-Bewegungen sorgt dafür, dass sich das Pulver nicht nur auflöst, sondern sich auch Sauerstoff unter die Flüssigkeit mischt – was die cremige Textur verstärkt. Wer keinen Chasen besitzt, kann einen Milchaufschäumer oder Schneebesen verwenden.Matcha-Tee enthält Koffein, allerdings in geringeren Mengen als eine Tasse Kaffee.
Matcha kann auf verschiedene Weisen genossen werden. Traditionell wird er pur getrunken, um die natürlichen Umami-Noten und die erdige Tiefe zu erleben. Wer den Geschmack etwas milder möchte, kann ihn als Matcha Latte mit aufgeschäumter (pflanzlicher) Milch trinken. Die Kombination mit Hafermilch oder Mandelmilch hebt die süßlichen Noten des Tees hervor, während Kuhmilch oft die feinen Aromen überdeckt.

Rezept für einen cremigen Matcha Latte
Hat dich die Lust auf Matcha gepackt? Probiere doch unser einfaches Rezept für einen cremigen Matcha Latte aus!
ZubereitungMatcha auflösen: Das Pulver in eine Schale sieben, mit heißem Wasser aufgießen und mit einem Bambusbesen (Chasen) oder Schneebesen schaumig rühren. Milch erhitzen (nicht kochen) und aufschäumen. Den Matcha in eine Tasse geben, die warme Milch dazu gießen, süßen und genießen. |
Zutaten für 1 Portion
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Dosierung: Pro Person 1/2 Teelöffel (1–2 g) Matcha.
Matcha vs. Kaffee – Koffein, Wirkung und Verträglichkeit
Koffeingehalt - Matcha vs. Kaffee
Matcha kann eine interessante Alternative zu Kaffee sein, da er ebenfalls Koffein enthält und wach macht – jedoch auf eine sanftere Weise. Während eine Tasse Kaffee je nach Sorte und Zubereitungsart 100 mg Koffein enthält, liefert eine Tasse Matcha-Tee etwa 70 mg Koffein. Das entspricht ungefähr dem Koffeingehalt eines Espressos.
1 Tasse Matcha: 70 mg
1 Tasse Kaffee: 100 mg
1 Tasse Espresso: 75 mg
Wirkung - Matcha vs. Kaffee
Der Unterschied liegt in der Art, wie das Koffein wirkt. Während Kaffee das Koffein schnell ins Blut abgibt und für einen kurzfristigen Energieschub sorgt, setzt Matcha sein Koffein langsamer frei. Dies liegt daran, dass das Koffein im Matcha an Antioxidantien (Catechine) gebunden ist, die erst im Darm abgebaut werden. Dadurch hält die belebende Wirkung länger an und führt nicht zu einem plötzlichen Energieabfall, wie es oft bei Kaffee der Fall ist. Neben Koffein enthält Matcha die Aminosäure L-Theanin, die eine beruhigende Wirkung hat und die Konzentration fördert. Das Ergebnis ist eine wache, aber entspannte Aufmerksamkeit – ideal für fokussiertes Arbeiten ohne Nervosität oder innere Unruhe. Kaffee hingegen kann durch seine schnelle Koffeinfreisetzung bei empfindlichen Personen Unruhe oder Herzrasen auslösen.
Kaffee oder Matcha - welche Wahl ist besser?
Ob Kaffee oder Matcha die bessere Wahl ist, hängt von den persönlichen Vorlieben und der individuellen Verträglichkeit ab. Wer einen schnellen Energieschub am Morgen bevorzugt, greift eher zu Kaffee. Wer hingegen eine langanhaltende, sanfte Wachheit ohne Unruhe sucht, profitiert von Matcha. Beide Getränke enthalten wertvolle Inhaltsstoffe – doch insbesondere Matcha bietet durch seine Kombination aus Koffein und L-Theanin eine harmonische Balance zwischen Wachheit und Entspannung.
Fazit
Matcha ist mehr als nur ein Trendgetränk – er bietet eine langanhaltende, sanfte Energie, ist magenfreundlicher als Kaffee und enthält wertvolle Antioxidantien wie EGCG, die den Zellschutz unterstützen. Dank der Kombination aus Koffein und L-Theanin sorgt er für fokussierte Wachheit ohne Nervosität. Ob pur als Tee oder als cremiger Matcha Latte – mit der richtigen Zubereitung wird Matcha zum perfekten Begleiter für einen gesunden und bewussten Lebensstil